Rund um`s Haus

Machen Sie Ihr Haus winterfest !                                            

Wind und Regen, Wärme und Kälte nagen jahraus jahrein an der Außenhülle Ihres Hauses.

Immer vor Beginn der Kälteperiode sollten Sie deshalb Ihr Haus durch eine sorgfältige Begehung kontrollieren und ggfls. Wartungsarbeiten durchführen. Ähnlich wie bei Ihrem Auto.

An folgende Arbeiten sollten Sie denken:  

  1. Dachrinnen und Fallrohre reinigen, ggfls. den geregelten Abfluss durch eine Schlauchprobe überprüfen.

  2. Die während der Sommermonate hauptsächlich geschlossenen Kellerfenster, können nun länger auf eine Lüftungsposition gestellt werden. Die kalte Luft von außen trägt weniger Feuchtigkeit als die zugeführte warme Luft während der Sommerzeit.

  3. Heizungssysteme wieder auf die kommende Heizperiode umstellen, ggfls. vom Fachmann überprüfen und reinigen lassen.

  4. Sämtliche Wasserhähne im Außenbereich abstellen, Schläuche über Winter im trockenen einlagern. Die Wasserhähne im geöffneten Zustand überwintern lassen.

  5. Kanaleinläufe und Treppenabgänge reinigen.

  6. Kellerlichtschächte reinigen und Laub und Schmutz entfernen, damit sich dort kein Ungeziefer einnisten kann.

  7. Rasenflächen vom abgefallenen Laub befreien, entweder kompostieren oder ggfls. in die Beete verteilen.

  8. Gartenmöbel verstauen oder winterfest machen.

  9. Gartengehölze rechtzeitig fachgerecht zurückschneiden, an Schwimmteichen Uferbewuchs zurückschneiden und Biomasse entfernen.

  10. Sickerschächte von Zeit zu Zeit kontrollieren, reinigen und vom eingeschwemmten Schmutz befreien.

  11. An allen stark bewitterten Außenflächen, besonders an Holzfenstern, Holz-schalungen oder -läden den Zustand der Anstriche überprüfen und ggfls. rechtzeitig vor dem Einsetzen der Frostperiode fachmännisch ausbessern lassen.

  12. Nicht vergessen, auch die Dichtungsfugen und Dichtungsbänder an Fenstern und Türen zu kontrollieren und zu reinigen.

  13. Falls möglich, begehen Sie oder kontrollieren Sie Ihre Dachflächen auf Fehlstellen, und lassen Sie fehlende oder zerbrochene Dachziegel, undichte Folien und defekte Anschlußbleche an Kamine u.s.w. auswechseln.

Wenn Sie diese Ratschläge von Zeit zu Zeit berücksichtigen, dann werden Sie lange und nachhaltig Freude an Ihrem Haus haben und größtenteils vor unliebsamen Überraschungen während der Frostperiode geschützt sein.

 

Tipps & Tricks

Gesundes Wohnen in trockenen Wänden

Feuchte Wände sind nicht nur unangenehm, sondern auch ein unhygenischer Nährboden für Stockflecke und Schimmelpilze.

Vielfach wird vermutet die Feuchtigkeit dringe von außen ein.

Dann läge der Fehler bei der Baukonstruktion. In den wenigsten Fällen jedoch ist ein Mangel in der Baukonstruktion die Ursache,
sondern es ist Tauwasser, auch als "Schwitzwasser" bezeichnet, jene Feuchtigkeit, welche unsichtbar in der Luft enthalten ist.

Merken Sie deshalb: "Tauwasser" bildet sich nur dann, wenn die Oberflächentemperatur eines Bauteiles unter den Taupunkt absinkt. Durch ausreichende Lüftung muß deshalb die Raumluftfeuchtigkeit herabgesetzt werden.

 

Ratschläge für richtiges Lüften:

1.

Die relative Feuchte der Raumluft sollte bei 40 - 60% liegen, und die Wandtemperatur nicht mehr als 3° C unter der Raumtemperatur liegen. Im Sommer nimmt die warme Raumluft meist alle Feuchtigkeit auf, da sie nicht "wasserdampfgesättigt" ist. Deshalb ist es leicht, feuchte Wandstellen durch Lüften auszutrocknen.

2.

In der Kalten Jahreszeit sollten Sie Ihre Fenster nicht längere Zeit oder gar ständig "gekippt" halten, sondern ca. 5 - 10 Minuten lang weit öffnen, damit Zugluft entsteht und der Austausch der "gesättigten" Raumluft durch kühle, trockene Luft von außen erfolgt. Frische, sauerstoffreiche Luft erwärmt sich schneller; Sie sparen Heizkosten.

3.

Die trockene Kaltluft muß jetzt aufgeheizt werden und nimmt dadurch begierig die Feuchtigkeit aus der Wand auf. Nach einigen Stunden hat sie sich mit Feuchtigkeit gesättigt.

4.

Jetzt müssen Sie die Fenster wieder 5 - 10 Minuten lang weit öffnen und für Zugluft sorgen. Danach wieder aufheizen und wieder lüften. Wiederholen Sie dieses Lüften, wie beschrieben, täglich 3-4 mal, so haben Sie nach einigen Wochen trockene Wände. Bereits vorhandener Schimmel läßt sich, sobald er völlig ausgetrocknet ist, mit einer Bürste leicht entfernen.

5.

Merke: Durch systematisches Lüften, wie unter 2. - 4. beschrieben, lassen sich feuchte Wände in der Wohnung vermeiden.

6.

Halten Sie die Temperatur in allen Räumen Ihrer Wohnung möglichst gleichmäßig. Dies danken Ihnen nicht nur trockene Wände, sondern auch "unverzogene", einwandfrei schließende Türen. Vermeiden Sie auf jeden Fall, unbeheizte Räume zeitweise von anderen Räumen aus "überschlagen" d.h. mitheizen zu lassen. Sofern Sie nachts bei geöffnetem Fenster schlafen, sollten Sie Ihre Schlafzimmertüre stets schließen.

7.

Einbauschränke sollten nach Möglichkeit nur an den Innenwänden aufgestellt werden. Bei Außenwänden muß für ausreichende Luftzirkulation dahinter gesorgt werden. Stellen Sie deshalb Ihre Möbel immer mit ausreichendem Abstand, das sind 10 - 15 cm, zu den Außenwänden und Zimmerecken auf, damit die Zugluft an der Wand vorbeistreichen kann. Stehende Luft hinter Schränken erzeugt stets Tauwasser. Ist ausreichender Abstand nicht möglich, müßten die Wände eine zusätzliche Wärmeisolation vom Fachmann erhalten.

8.

In nur selten geheizten Zimmern kann die Tauwasserbildung auch durch besten Wärmeschutz nicht verhindert werden.

 

 

9.

In vielen Fällen, insbesondere auch in Kellern oder bei Gebäuden aus Beton ist somit ein Luftentfeuchter eine sinnvolle und ausreichende Maßnahme, um die Luftfeuchte zu reduzieren. Diese Geräte kosten heute, je nach Leistung, zwischen 300,00 und 600,00 Euro und "ziehen" täglich aus einem normalen Keller eines Ein- oder Zweifamilienhauses ohne weiteres zwischen 3 - 8 Liter Wasser. Wie sollen dann wenige Tropfen eindringendes Wasser noch ein Problem darstellen?